Vorsorge

In jedem Lebensabschnitt können unterschiedliche Erkrankungen auftreten, die Vorsorgeuntersuchungen dienen deren Früherkennung.

Welche Untersuchungen in Ihrem Alter und für Ihre ganz spezielle Lebenssituation sinnvoll sind, können Sie gerne mit unserem Praxisteam besprechen.

Basisvorsorgeuntersuchung

Die Basisvorsorgeuntersuchung ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge. Mit der Untersuchung gewinnen Sie einen Einblick in den eigenen Körper, lernen sich selbst ein Stück besser kennen.

Nach einer Beratung und Klärung eventueller Fragen werden Brust und Unterleib abgetastet und ein Vorsorgeabstrich durchgeführt. Dieser kann entweder als konventioneller Pap-Abstrich oder als Thin Prep Pap-Abstrich in Dünnschichttechnik erfolgen. Letzterer zeichnet sich durch eine hohe Erkennungsrate von frühen Zellveränderungen am Gebärmutterhals aus. Ein ergänzender HPV-Test kann herausfinden, ob eine Frau mit humanen Papillomaviren infiziert ist und somit ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs hat. Auch gehören ein Urintest zum Infektionsausschluss sowie die Beurteilung der Scheidenflora zur Basisvorsorge. Der vaginale Ultraschall rundet mit Darstellung der Organe des kleinen Beckens die Untersuchung ab. Dadurch lassen sich sehr frühzeitig Veränderungen an den Eierstöcken (Zysten oder Tumorbildungen) oder an der Gebärmutter (z.B. Myome oder schwerwiegende Veränderungen der Schleimhaut) erkennen.

Wenn mit der Vorsorgeuntersuchung eine gute Basis gelegt wurde, können Sie mit uns zusammen überlegen, welche ergänzenden Untersuchungen noch Sinn machen.

 
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Brustkrebsvorsorge

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 70.000 Frauen an Brustkrebs. Damit ist das Mammacarcinom die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen. Die meisten Erkrankten haben heute gute Überlebenschancen. Das liegt an immer besseren Therapien – und immer besseren Methoden der Früherkennung. Generell steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, mit zunehmendem Alter an. Jedoch ist heute bereits jede 3. von Brustkrebs betroffene Frau unter 50, auch bei familiärem Risiko muss man in dieser Altersgruppe besonders aufpassen.

Wichtig ist neben der Tastuntersuchung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung auch die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust. Das Abtasten sollte möglichst zu Beginn des Zyklus erfolgen und bietet eine einfache Möglichkeit, Veränderungen im Brustdrüsengewebe festzustellen.

Allen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren wird in Deutschland alle 3 Jahre eine Mammografie, also eine Röntgenuntersuchung der Brust angeboten. Optimal ist hierbei die Kombination mit einer Ultraschalluntersuchung, da dies die Erkennungsrate steigert. Auch in den 2 Intervalljahren sollte jährlich ein Brustultraschall durchgeführt werden. Diese Untersuchung ist risikolos, da strahlenfrei. Gerade bei sehr jungen Frauen mit dichtem Brustgewebe liegt eine gute Aussagekraft des Brustultraschalls vor, während die Mammografie nur eingeschränkt einsetzbar ist. Wir empfehlen den Brustultraschall allen Frauen einmal jährlich ab dem 35. Lebensjahr. Falls in Ihrer Familie ein besonderes Risiko für Brustkrebserkrankungen vorliegt, stimmen wir die Intervalle der sinnvollen Brustkrebsvorsorge individuell mit Ihnen ab.

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Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs ist derzeit die zweithäufigste Tumorerkrankung bei Frauen in Deutschland, er entsteht fast immer aus Polypen des Dickdarms. Die meisten Polypen bleiben klein und harmlos, manche wachsen aber über Jahre und können bösartig werden. Nikotinkonsum oder übermäßiger Alkoholgenuss wirken ebenso gefährdend wie falsche Ernährung (zu viel Fett und Fleisch, Fast Food, zu wenig Obst, Gemüse und andere Ballaststoffe) oder zu wenig körperliche Bewegung. Wenn es in Ihrer Familie schon Darmkrebserkrankungen gab oder Sie an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leiden, besteht ein erhöhtes Risiko.

Da die Entwicklung von Darmkrebs aus Polypen in der Regel langsam verläuft, haben wir eine gute Chance diese Vorstufen zu erkennen und zu entfernen. Die Früherkennung geschieht z.B. mit einem jährlichen immunologischen Stuhltest, der nicht sichtbares (okkultes) Blut im Stuhl nachweist. Die parallele Bestimmung des Biomarkers M2-PK kann die Früherkennungsraten weiter steigern, allerdings kann dieser Test auch bei entzündlichen Darmerkrankungen positiv ausfallen.

Mit zunehmendem Alter steigt die Erkrankungswahrscheinlichkeit, deshalb wird allen Frauen ab 55 Jahren eine Darmspiegelung (Koloskopie) empfohlen. Diese ist noch zuverlässiger als der Stuhltest, Krebsvorstufen können während der Untersuchung entfernt werden. Bei unauffälligem Ergebnis ist eine Wiederholung erst nach 10 Jahren notwendig.

 
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Blasenkrebsvorsorge

Leider steigt in Deutschland seit Jahren die Neuerkrankungsrate von Blasenkrebs bei Frauen. Eine Verbesserung der Früherkennung ist dringend notwendig, denn früh genug diagnostiziert sind die Behandlungs- und Heilungschancen deutlich besser. Es gibt keine eindeutigen Symptome, so dass eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung die einzige Möglichkeit der Früherkennung darstellt. Als Hauptrisikofaktor ist der langjährige Zigarettenkonsum zu nennen, auch der berufliche Umgang mit Farbstoffen und Chemikalien (Friseure, Reinigungskräfte, Malerinnen, Dentallaborantinnen, …) sowie diverse Umweltbelastungen gehen mit einer Risikoerhöhung für diese Erkrankung einher. Ein Hinweiszeichen kann wiederholt Blut im Urin sein, auch bei chronischen Blasenentzündungen ist Vorsicht geboten.

Wir können in der Praxis einen Schnelltest auf Blasenkrebsmarker aus einer Urinprobe durchführen, das Ergebnis liegt bereits nach 10 min vor.

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Test auf sexuell übertragbare Erkrankungen

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